Fahrradmechatronik goes SkillsAustria
Die Staatsmeisterschaften der Berufe fanden heuer zwischen 19. und 23. November in Salzburg statt. Mein Team und ich arbeiteten ein Jahr lang daran, die Fahrradmechatronik den internationalen Vorgaben und Notwendigkeiten des Skills-Regelwerks anzupassen. Wir gestalteten drei Arbeitsstationen, welche mit Hilfe von Sponsoren wie KTM, Magura, SKS und Bosch ausgestattet und unterstützt wurden. Einen Großteil der Ausstattung habe ich persönlich beigetragen. Unser Expertenteam (Walter Berchtold, Harry Scherz, Melanie Gerhardt und Thomas Gerhardt) arbeitete hart und lange daran, das strenge Regulativ zu erfüllen. Schlussendlich schafften wir gemeinsam drei Arbeitsstationen: je eine Station für Bremsen, E-Bike und Laufradbau.
Bei Station 1 (Bremsen) mussten die Teilnehmer das am Fahrrad verbaute Shimano-Bremssystem abbauen und durch ein Magura-Bremssystem ersetzen.
Bei Station 2 (E-Bike) wurde ein KTM Cross E-Bike mit Kotflügel und Licht aufgerüstet und das am Bike verbaute Display musste durch ein anderes ersetzt werden.
Bei Station 3 (Laufrad) wurde ein Laufrad gebaut und Schlauch und Mantel montiert.
Wir sind erstmals bei den AustrianSkills angetreten – und gleich mit zehn Teilnehmenden in Salzburg vertreten gewesen – ein toller Erfolg! Jeder Teilnehmer musste alle drei Stationen absolvieren und hatte dabei eine Arbeitszeit von zwei Stunden zur Verfügung. Die Anforderungen des Bewertungssystems wurden von uns an die drei Stationen der Fahrradmechatronik angepasst. Das war eine große Herausforderung, die wir gemeinsam bewältigen konnten.
Die ersten fünf Teilnehmern starteten am Montag nach Vorstellung der Stationen um 10 Uhr (Bild 1, Namen). Die zweiten fünf Teilnehmer stiegen am Freitag zu Mittag in den Wettbewerb ein (Bild 2). Nach 60 Stunden Arbeit stand ein Ergebnis fest. Wir hatten drei Teilnehmer, die nur durch einen Punkt getrennt waren. Sieger und damit erster Staatsmeister in der Fahrradmechatronik wurde Constantin Schluifer aus Tirol. Vizestaatsmeister wurden Lorenz Gruber aus Kärnten und Zakhar Ostash aus Wien – sie landeten ounktegleich an zweiter Stelle (Bild 3). Wir waren erleichtert, von Verantwortlichen, Teilnehmenden und Besucherinnen durchgehend positives Feedback zum Bewerb zu bekommen. Für mich ist klar: Ich will die Fahrradmechatronik zu den EuroSkills bringen.
Unsere Teilnahme bei den AustrianSkills setzt klare Impulse für den Lehrberuf – davon bin ich überzeugt. Das Ansehen des Lehrberufs des Fahrradmechatronikers wird davon mit Sicherheit profitieren.